Kurio Tab Motion

Produktbeschreibung

Das Kurio Tab Motion weist die Konkurrenz im Test weitgehend in den Schatten. Es überzeugt durch eine innovative Bedienung, einer kindergerechten Oberfläche und einer ordentlichen Performance. Pluspunkt: Das Kurio Tablet kann auch von Erwachsenen mit Android Kitkat 4.4 genutzt werden.

Solide und optisch ansprechend

Optisch macht das Kurio Tab Motion einen guten und soliden Eindruck, auch wenn uns hier Verspieltheiten wie zum Beispiel knallige Farben oder lustige Motive fehlen. Das 7 Zoll große Multitouch Display steckt in einem schwarzen Rahmen. Auf der Vorderseite ragt ansonsten nur noch die kleine Frontkamera heraus. Der große Rahmen um das Display sieht zwar nicht besonders schön aus, ist aber vor allem für Kinder sehr hilfreich. Die Finger liegen beim halten des Tablets nicht auf direkt auf dem Bildschirm und somit werden Fehleingaben vermieden.

Seitlich angebracht sind die Tasten für die Lautstärkensteuerung sowie der Power-Schalter. Rückseitig findet sich der Steckplatz für eine MicroSD-Karte, welcher allerdings von der mitgelieferten Silikonhülle verdeckt wird. Muss die Karte gewechselt werden, muss zuerst die Silikonhülle entfernt werden. Aber dies geht kinderleicht. Ansonsten befindet sich auf der Rückseite ein Schriftzug mit der Marke Kurio sowie die Lautsprecher des Tablets.

Robust, Leistungsstark aber dennoch mit leichten Schwächen

Für den optimalen Schutz liefert Kurio eine rote Silikonhülle mit, welche über das Tablet gestülpt wird. Daraus resultiert ein sehr robustes Kinder Tablet, dass wohl jeden kleinen Sturz und Stoß ohne Probleme abfedert. Die Hülle trägt auch dem Handling bei. Das Tablet sitzt sicher in der Hand und rutscht nicht. Dennoch hat die Hülle auch Schwächen. Da die Hülle über den physischen Tasten liegt, benötigt man für das Ein- und Ausschalten sowie für die Lautstärkenregelung mehr Druck als sonst. Auch das die Hülle entfernt werden muss, falls die SD-Karte gewechselt werden muss, kann sich störend auswirken.

Leistungsstark ist das Kinder Tablet von Kurio ohnehin, auch wenn die nackten Daten eher an ein Einsteigergerät aus dem normalen Tabletsegment erinnern. Angetrieben wird das Kurio Tab Motion nämlich von einem 1,2 GHz Dual-Core-Prozessor von Intel.  Für eine ausgeglichene Leistung sorgt der 1 GB große RAM-Speicher. Der interne Speicher fasst 8 GB, welcher via MicroSD-Karte auf bis zu 32 GB erweitert werden kann. Im Test hatten wir aufgrund der technischen Daten keine allzu großen Erwartungen, aber wir wurden eines besseren belehrt. Die Performance überraschte. Anwendungen öffneten sich pfeilschnell und auch beim Spielen konnten keinerlei gravierende Verzögerungen festgestellt werden. Getestet wurden sowohl vorinstallierte Apps aus dem Kindermodus, als auch Anwendungen aus dem Elternbereich, welche mittels Google Playstore heruntergeladen wurden. Für Hardcore-Gamer mit aufwendigen 3D-Games wird diese Ausstattung aber garantiert nicht ausreichen.

Nützliche Oberflächen für Jedermann

Einer der größten Vorteile des Kurio Tablets ist neben dem Kindmodus, zu dem wir gleich kommen, der Elternbereich. Im Gegensatz zu vielen anderen Kinder Tablets kommt das Kurio Tablet mit einem eigenen Elternbereich, der nicht nur zum Überwachen und Verwalten von Anwendungen dient. Ganz im Gegenteil. Eltern erhalten beim Tab Motion einen eigenen Bereich mit Android 4.4 KitKat. Mit der neusten Android-Version können Eltern bei Bedarf das Tablet wie ein herkömmliches Nutzen.

Um das Elternkonto zu betreten, muss ein Passwort eingegeben werden. Eltern haben hier die Möglichkeit das eigene Konto zu bearbeiten, ein neues Kinderkonto anzulegen, Anwendungen für Kinder installieren und verwalten, Inhalte freigeben und vieles mehr. Damit das Tablet schnell einsetzbar ist, können bereits vorgegebene Kinderkonten aktiviert werden. Dem Alter des Kindes entsprechend wird so eine Vorauswahl an den zu Verfügung stehenden Anwendungen und Inhalten getroffen. Und schon nach wenigen Minuten können Kinder loslegen.

Über den Startbildschirm kann das Kinderkonto betreten werden. Im Vergleich zum Elternmodus steht  hier eine übersichtliche Oberfläche mit den nötigsten Informationen. Dabei sind die Anwendungen bereits in verschiedene Kategorien unterteilt und helfen somit schnell die richtige Anwendung zu finden.

Apps mit Mehrwert

Ohne Frage, dass Spielen wird für die meisten Kinder das wichtigste sein und diese werden hier auch nicht enttäuscht. Es stehen einfache Anwendungen sowie auch anspruchsvolle Aufgaben zur Verfügung. Einige Anwendungen erhöhen auch mit der Zeit die Schwierigkeit. Neben den bei Google Play zur Verfügung stehenden Kinderanwendungen, gibt es zahlreiche exklusive Apps nur für das Kurio Tablet. Die Apps lassen sich auch aus dem Kindermodus installieren, hierfür wird jedoch das Elternpasswort benötigt.  Neben Spielen stehen natürlich auch zahlreiche Anwendungen zum Lernen parat.

Warum Kurio besser als die Konkurrenz ist

Das Kurio Tablet hebt sich von der Konkurrenz ab. Nicht durch die Hardware, nicht durch das Betriebssystem und auch nicht durch die vorinstallierten Anwendungen. Zwar sprechen alle bisher erwähnten Punkte für sich, doch Kurio legt noch einen drauf! Die Antwortet lautet wie der Tabletname schon sagt, Motion. Motion animiert Kinder zur Bewegung und fordert somit nicht nur Geist sondern auch den Körper.

Und so funktioniert es: Das Tablet wird etwa 1 Meter mit der Bildschirmseite zum Kind hingestellt. Durch die extra für Motion entwickelten Anwendungen werden nun die Bewegungen der Kinder wahrgenommen und intern verarbeitet. Die Bewegungen und Gesten werden somit auf das aktuelle Spiel übertragen. Vergleichbar ist das Ganze mit einer Wii oder Xbox mit Kinect, natürlich nicht ganz so ausgeprägt. Probleme machte die Motion Bedienung bei einem zu großem Abstand zur Frontkamera.

Fazit zum Kurio Tab Test

Das Kurio Tab ist rundum ein gelungenes Kinder Tablet und hat im Vergleich zu vielen Kassenschlagern mehr zu bieten. Störend ist etwa die fehlende Aussparrung für die physischen Tasten und für die MicroSD-Karte. Ansonsten findet sich hier viel positives, wie zum Beispiel die Motion-Lernspiele, der Kinderbereich sowie die originale Android 4.4 Oberfläche für Eltern.

 

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